Sicherheitsrisiken auf dem Peaks of the Balkans-Trail
Die Peaks of the Balkans gehören zu den spektakulärsten Fernwanderwegen Europas. Wie alle alpinen Umgebungen erfordern sie jedoch Aufmerksamkeit und verantwortungsbewusstes Verhalten. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Risiken, die Wanderer vor Beginn ihrer Tour kennen sollten.
Schnee kann auf hohen Pässen bis Anfang Juni liegen bleiben und bereits ab Oktober wieder auftreten. Der empfindlichste und gefährlichste Punkt ist der Valbona–Theth-Pass, an dem in den vergangenen Jahren mehrere Unfälle – einschließlich tödlicher – passiert sind. Diese Vorfälle betrafen in der Regel Wanderer, die:
mit steilem alpinen Schnee nicht vertraut waren
Laufschuhe statt Bergschuhe trugen
versuchten, Schneefelder ohne Stöcke zu überqueren
Warnungen von lokalen Guides ignorierten
Am Valbona–Theth wird selbst ein kleines Schneefeld aufgrund des steilen Geländes und der darunterliegenden Felsen extrem riskant. Ein Ausrutscher kann schnell unkontrollierbar werden.
Wesentliche Ratschläge:
Wenn Sie Schnee sehen, halten Sie an und beurteilen Sie die Lage, bevor Sie weitergehen.
Konsultieren Sie im Zweifel Fachleute oder lokale Guides.
Ziehen Sie den Winterweg in Betracht, aber nur nach Absprache mit einem Guide oder einer verantwortungsbewussten Berggesellschaft.
Überqueren Sie keine Schneehänge ohne geeignete Bergschuhe und Stöcke.
Fühlen Sie sich unsicher, kehren Sie sofort um.
Jedes Jahr leiden einige Wanderer unter Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfen und Müdigkeit. Laut Feldberichten war 2023 das kritischste Jahr, während 2024 und 2025 eine deutliche Verbesserung zeigten.
Eine vermutete Ursache ist das Norovirus, ein hoch ansteckendes gastrointestinales Virus, das weltweit vorkommt. Wie Dr. Burim Kotori vom Zentrum für Wasserqualität in Peja erklärt, lässt sich die genaue Ursache ohne Laboranalyse nicht bestätigen, und viele ähnliche Viren können die gleichen Symptome hervorrufen.
So reduzieren Sie Ihr Risiko:
Hände mindestens 20 Sekunden lang gründlich mit Wasser und Seife waschen.
Desinfektionsmittel nur als Ergänzung verwenden (wirksamkeit gegen Norovirus begrenzt).
Vermeiden Sie es, den Mund mit ungewaschenen Händen zu berühren.
Trinken Sie gereinigtes oder abgekochtes Wasser; verwenden Sie bei Unsicherheit Reinigungstabletten.
Seien Sie vorsichtig bei Buffets oder gemeinsam genutztem Besteck in überfüllten Orten.
Spielen Sie nicht mit streunenden Tieren.
Die meisten Fälle klingen innerhalb von 1–3 Tagen ab, wobei Dehydrierung die größte Sorge darstellt. Ruhe, Flüssigkeit und Rehydrationssalze sind essentiell.
Viele Verletzungen auf dem Trail entstehen nicht durch schwieriges Gelände, sondern weil Wanderer abgelenkt stolpern oder ausrutschen.
Viele versuchen, während des Gehens Videos aufzunehmen oder Fotos zu machen, insbesondere auf den Gratabschnitten Valbona–Theth und Dobërdol–Montenegro. Unebene Steine, lockerer Schotter oder nasse Wurzeln können plötzliche Stürze verursachen.
Wie der erfahrene Peaks of the Balkans-Guide Mentor Vokshi rät:
„Halten Sie immer an, bevor Sie Fotos oder Videos machen. Achten Sie zuerst darauf, wohin Sie Ihre Füße setzen.“
Diese einfache Gewohnheit verhindert viele vermeidbare Unfälle.
Sicherheitstipps:
Stoppen Sie, bevor Sie Ihr Telefon oder Ihre Kamera benutzen.
Achten Sie auf den Boden vor sich, insbesondere auf steilen oder felsigen Abschnitten.
Verwenden Sie Trekkingstöcke zur Stabilisierung.
Vermeiden Sie das Filmen beim Abstieg oder auf nassem Gelände.
Der Trail ist mittelschwer bis schwierig, jedoch nicht technisch.
Schnee stellt das größte Umwelt-Risiko zu Beginn und am Ende der Saison dar.
Das Krankheitsrisiko ist seit dem kritischen Jahr 2023 gesunken.
Hygiene, sauberes Wasser und Aufmerksamkeit beim Gehen sind unerlässlich.
Guides können viele Probleme verhindern und zusätzliche Sicherheit bieten.